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Die Filmemacher*in

Leslie Franke
Geboren in Berlin
Abgeschlossenes Universitätsstudium Russisch und Geschichte in Hamburg
1986/87 DAAD - Stipendiatin an der Moskauer Filmhochschule VGIK
Lebt seit 1988 als freie Filmemacherin in Hamburg

Herdolor Lorenz
Geboren in Fulda
Abgeschlossenes Universitätsstudium Politische Wissenschaften, Geschichte, Deutsche Literatur, Philosophie
Lebt seit 1985 als Filmemacher und Produzent in Hamburg

 

Filmografie(Auswahl)

(soweit nicht extra ausgewiesen waren wir für Buch und Regie gemeinsam verantwortlich) www.kernfilm.de



2015 „Wer rettet wen? Die Krise als Geschäftsmodell“ Dies ist kein weiterer Banken- oder Eurorettungsfilm. Er deckt auf, was bei allen „Rettungen“ bis zum heutigen Griechenlanddrama weitgehend verborgen blieb: Die radikale Veränderung der Gesellschaften in Europa. Die als „Rettung“ verkleisterte Umwandlung privater Schulden in öffentliche, hat nicht nur die Demokratie ad absurdum geführt. Sie erschüttert Gesellschaften, die sich als Sozialer Rechtsstaat begreifen, in den Grundfesten. Mario Draghi, der als einstiger Goldman Sachs-Vizepräsident und EZB-Präsident formuliert sehr treffend: „Das europäische Sozialmodell ist Vergangenheit. Die Rettung des Euro wird viel Geld kosten. Das bedeutet, vom europäischen Sozialmodell Abschied zu nehmen." Verborgen bleibt dabei die gewaltige Umverteilung von unten nach oben. Nach sieben Jahren „Krise“ besitzen die Reichen der Welt schon vier Mal so viel. Und mitten in Europa arbeiten Menschen wieder für Hungerlöhne. Von Griechenland glauben viele Mitteleuropäer, das Land habe über seine Verhältnisse gelebt und sei nach teuren Hilfen reformunwillig, ein Fass ohne Boden. Der Film deckt auf, dass die kostspieligen Rettungspakete seit 2010 fast ausschließlich die Kreditgeber, die Banken, Hedgefonds und Versicherungen gerettet haben. Filmförderung HH-Schleswig-Holstein, DFFF, Subskription, zwischen Feb 2015 und Feb 2016 über 700(gemeldete) Film-Veranstaltungen
www.wer-rettet-wen.org

2012 Kinder von St. Georg – Die Jugendjahre

Filme über Kinder gibt es viele. Langzeitbeobachtungen zu ihrem Heranwachsen einige wenige. Ein Film, in dem die Kinder selbst ihre Welt und deren Veränderung über die 12 Jahre ihrer Schulzeit beschreiben, bisher noch nicht, jetzt aber erstmals mit „Kinder von St. Georg"!  Wir erleben, wie aus Erstklässler über die Jahre hinweg junge Erwachsene werden, sich Meinungen und Werte ausbilden, Konflikte und Schicksalsschläge formen, Unbefangenheit verloren geht und die Kräfte wachsen. Wir bangen und hoffen mit den Kindern, sind am Ende erleichtert - und auch betrübt, weil es schwer fällt, sich von ihnen zu verabschieden. (NDR/Arte)
www.kindervonstgeorg.de

2011: „Water Makes Money“ – wie private Konzerne mit Wasser Geld machen

Überall, wo finanzschwache Kommunen nach Entlastung suchen, klopfen die zwei weltgrößten Wasserkonzerne VEOLIA oder SUEZ an die Tür. Die Folgen: rasant steigende Verbraucherpreise, Intransparenz und oft auch Korruption. Die Globalplayer haben aber auch gelernt. Sie bestreiten, etwas mit Privatisierung zu tun zu haben. Ihre neuen Geschäftsmodelle haben klangvolle Namen wie "Public Private Partnership" oder "Cross Border Leasing". Aber der Effekt ist der gleiche geblieben. In hunderten von Veranstaltungen wurde das Thema in die breite Öffentlichkeit nicht nur in Europa, sondern weltweit getragen. DVD-Vertrieb in 5 Sprachen. Filmförderung HH-Schleswig-Holstein, ZDF/Arte, Subskription. Teilnahme an vielen internat.Filmfestivals; Nominierung zum deutsch-französischen Journalisten Preis 2012, Kant – Weltbürger-Preis 2014, Life Science Film Award, Prague 2013
www.watermakesmoney.org


2007: David gegen Goliath“

Die kleine Gemeinde Felton in Californien kämpft um die Rückgabe ihrer Wasserversorgung aus den Händen der Privaten. Ein ungleicher Kampf zwischen dem multinationalen deutschen Konzern RWE - American Water, den die Gemeinde aber gewinnt.(Arte –Reportage)


„Bahn unterm Hammer" - Unternehmen Zukunft oder Crashfahrt auf den Prellbock. „Warum muss diese Bahn an die Börse gehen" fragt zu Beginn des Films der Finanzkolumnist der Financial Times Lucas Zeise. Und der Film gibt kuriose Antworten: Damit der Steuerzahler mehr Subventionen an die Bahn bezahlen muss, damit Bahnfahren teurer wird, damit die Bahn auf wenige ICE-Korridore reduziert wird und „Investoren" Bahngrundstücke verscherbeln können. Ein Film finanziert durch „Filmförderung von unten". Bereits über 300 Kino- Vorführungen des Films, über 5.300 DVD-Kopien im Umlauf. Nominiert für "Das E" als einer der vier besten Filme im Internationalen Wettbewerb des Filmfestes Eberswalde 2007
www.bahnuntermhammer.de

2005: „Wasser unterm Hammer" Wenn die Haupt- zur Nebensache wird".. Ein Film über die Privatisierung des Trinkwassers in Deutschland und England. Weltweiter Vertrieb in 8 Sprachfassungen. Teilnahme an zahlreichen internationalen Film-Festivals. Publikumspreis der ÖKOFILMTOUR 2006 des 1.Brandenburger Festival des Umwelt- und Naturfilms. NDR
www.wasseruntermhammer.de

2003: „Das blaue Gold im Garten Eden". Ist heute das Öl ein Grund für den Krieg im Nahen Osten, so wird es demnächst das Wasser sein. Eröffnungs-Film für einen Themenabend Wasser. Ein Film von Leslie Franke. Co-Autoren: Uta Behrens und Herdolor Lorenz.Produzent Herdolor Lorenz. Arte /ZDF, Rekordzuschauerzahl von 1,65 Mio. bei Arte! Teilnahme an internationalen Festivals. Preise: „Europäischer Fernsehpreis 2003" der 20. ÖKOMEDIA in Freiburg, " Prize of Zavody Slovenskeho Narodneho povstania,Inc." des 30. Internationalen Festivals EKOTOPFILM Bratislava, Slovakia, "Laudable Mention", ECOmove, Festival of Internat. Enviromental Films, Berlin 2003. Großer Preis des Mediterranen Filmfestes 2006, Grand Prix von Galliac 2006
www.blauesgoldimgarteneden.de

2000 - 2004: „Kinder von St. Georg - 1. Teil, Erste Schuljahre." Fünf Kinder wachsen in einem multinationalen Stadtteil auf und beschreiben ihre Welt. Eine Langzeitdokumentation von Herdolor Lorenz. Filmförderung Hamburg, Kuratorium Junger Deutscher Film, ARTE/NDR. Die Filmbewertungsstelle:“besonders wertvoll“
www.kindervonstgeorg.de

2000: „Je besser man ist, desto höher kommt man", Julian, 6 Jahre. Die Stresswelt eines Mittelstandskindes, das es nie schafft, den Erwartungen der Eltern zu genügen. Von Leslie Franke und Herdolor Lorenz (Auftrag Arte - für den Grimme-Preis 2000 vorgeschlagen)

1999: „Mein Herz zerreißt". Zwei bosnische Flüchtlingsfamilien suchen eine neue Heimat. Eine Langzeitdokumentation . WDR, Arte, Münchner Dokumentarfilmfestival 2000, Grand Prix des VI. Krakauer Ethnografischen Filmfestivals 09/2000, Internationales Programm des Moskauer Human Rights Film Festivals "Stalker" 12/2000. Internationales Filmfestival Istanbul 11/2001, Festival International de Films de Fribourg 03/2002

1998: „Schule ist wie der Beginn eines neuen Tages". Ein Film von und für Sinti und Roma (Leslie Franke Buch, Kamera, Regie) und Mareile Krause. Für Comenius 2/EU und IFL Hamburg

1996: „Abschiebung: Bosnier raus" Der Film zeigt die verzweifelte Lage von Bosniern, die aus ihrer Heimat vertrieben nach Hamburg flüchteten und jetzt von der Abschiebung bedroht sind.

Bauernopfer - Skandinavische Landwirte in der EU" Wird aus der Seen- und Waldlandschaft Mittelfinnlands ein Naturpark und aus den verbliebenen Einheimischen Landschaftsgärtner für Touristen....? Eine Reportage im Auftrag von ARTE von Leslie Franke und Roland Plank. Herdolor Lorenz Produzent .

1995: „Spitteln, Zotteln, Aufbrennen" Die letzten Tage der letzten Fischräucherei Hamburgs. Von Leslie Franke und Elisabeth v. Dücker . Auftrag des MUSEUMS DER ARBEIT

Trakehnen wieder deutsch? Rechtsradikale auf Bauernfang" Das traditionsreiche Trakehnen ist ein Lieblingsexerzierplatz deutscher Rechtsradikaler. (NDR u. ORB)

1994: „Romakinder am Billbrookdeich" Romakinder erzählen von ihrem Schul-und Lebensalltag. Leslie Franke (Regie, Kamera, Schnitt.) Assistenz Christiane Chodinski .Hamburger Kulturbehörde.

1993: „Weit ist´s nach Europa" „...früher dachten wir, dass es im freien Litauen sofort alles besser wird. Aber erwacht sind wir nicht in Europa" Von Herdolor Lorenz (Buch, Regie, Kamera, Schnitt) ZDF, Arte

1992: „Das Tabu der Freiheit - Juden in Litauen" Rivha Bogomolnaja, die einzige jüdische Überlebende des litauischen Provinzdorfs Butdrimonas, besucht ihren Heimatort. (Arte und SDR)
„Les Cortasse - Aus einem provencalischen Leben" Maurice war Kommandant der Resistance in Gordes. Heute lebt der 86-Jährige mit seinem deutschen Freund Rolf Defrank in Les Cortasses. Von Rolf Defrank. Herdolor Lorenz Kamera, Schnitt, Produktion (ZDF und ARTE)

1991: „Weltoffen" Hamburger Hauptbahnhof. In der Gourmetstation schlemmt man Exotisches aus aller Welt. Da stürmen Fußball-Fans durch die Wandelhalle und schreien „Ausländer raus!" ( „Augenblicke" - NDR)

1990: „Zwischenzeiten" Die Lebens- und Seelenprozesse der Malerin Antoinette und dreier Frauen der Brigade „Preise" aus der Möbelfabrik Hellerau im Wendejahr 1990. Von Leslie Franke (Kamera, Regie, Schnitt) und Sabine von Kessel. („Das Fenster" im DFF)

Ozonloch über Neuseeland" Inmitten einer von Umweltverschmutzung verschonten Natur wächst die Angst vor der Sonne. (WDR, SDR)

1989:„Raus aus der UDSSR - Litauen auf dem Weg zur Unabhängigkeit" Zum ersten mal wagt ein Land den Schritt hinaus aus der UDSSR. (Auftrag ARD )

1988: „Perestroika im Betrieb - Reformalltag in zwei Minsker Automobilbetrieben" Der Direktor wird gewählt. Wer nicht richtig arbeitet, fliegt. Denn ab heute finanziert sich der Betrieb selbst. (Auftrag SDR u. NDR)

1987: „Tanja - Begegnungen mit einer russischen Frau aus Lipezk" Einblick in die Arbeitswelt, die Familie und die ganz persönlichen Vorstellungen einer „einfachen" russischen Frau. (Auftrag SDR u. NDR)

1986: „Nicht betteln, nicht bitten, nur mutig gestritten" Hamburger Erwerbslose kämpfen um das, was ihnen im Alltag verwehrt wird. Eine Gemeinschaftsarbeit mit Christian Schubert.

   

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