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Der Dokumentarfilm von Leslie Franke und Herdolor Lorenz deckt anhand von Beispielen auf, wie in unserer neoliberalen Moderne von jedem erwartet wird, jeden noch so prekären Job zu akzeptieren, um geringe Rentenpunkte einzusammeln.

Es wird immer härter einen Job für's Leben zu finden. Ein Beispiel von vielen ist H&M, deren Mitarbeiter sogenannte Flex-Arbeitsverträge vorgelegt bekommen, die beinhalten, für flexible Arbeitszeiten zur Verfügung zu stehen, was Arbeit auf Abruf bedeutet. Ein Problem im gesamten Textil-und Einzelhandel. Hinzu kommt, 90% der Verträge sind befristet und gelten meistens nur für ein Jahr.

Immer weiter verbreitet sich das sogenannte Crowd – Working, bei dem Menschen zu Hause isoliert vor ihrem Rechner sitzen, keinen sozialen Austausch mit Kollegen haben, ihre eigene Arbeitskraft sind und wenn ihnen das nicht gelingt, sind sie raus. Wer der Selbstoptimierung nicht gewachsen ist, hat sich das selbst zuzuschreiben, kann niemanden anders dafür verantwortlich machen und fühlt sich als Versager. In den seltensten Fällen wird das System dafür verantwortlich gemacht. Es geht nur noch um Profit und Wettbewerb. Am interessantesten und eindringlichsten, sind die Momente, in denen Betroffene zu Worte kommen. Es stellt sich die Frage, ob in dieser kapitalistischen Welt, kooperatives Wirtschaften überhaupt möglich ist. Die kapitalistische Profitmaximierung sorgt für Armut, Ungleichheit und Ausgrenzung. Der Film zeigt erschreckende Beispiele von Ausbeutung und Sozialdumping. Große Firmen lassen in Ländern produzieren, wie in Südosteuropa, wo es keine gewerkschaftlichen Zonen gibt und Menschen bis zum Umfallen ausgebeutet werden.

Inzwischen ist auch Äthiopien ein Hotspot der globalisierten Wirtschaft. Schwerpunkt: Textilindustrie. Dort werden sogenannte Industrieparks gebaut, mit unmenschlichen Ergebnissen für die Arbeiter.

Weit verbreitet ist die Aufforderung, während der Arbeitszeit doch bitte Windeln zu tragen, um die Toilettengänge zu minimieren. Interessant und erschütternd, sind die Beiträge von Ärzten, die anschaulich schildern, was das bei Menschen physisch und psychisch auslöst.

Beschämend: Deutschland ist in Europa das Land, mit der zweitgrößten Vermögensungleichverteilung. 36 Milliardäre besitzen genau so viel, wie die ärmere Hälfte der deutschen Bevölkerung. Wir haben in Deutschland den größten Niedriglohnsektor in Europa. Was wir dringend brauchen ist eine Gemeinwohlökonomie. Eine Reihe von Firmen haben das erkannt und umgedacht. Einige davon werden hier vorgestellt. Für den einzelnen Menschen ist es unmöglich, sich aus diesen menschenverachtenden Bedingungen zu befreien. Nur gemeinsam kann man dieses Wirtschaftssystem ändern.

Ulrike Schirm
   

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