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Patienten sterben wegen Personalmangel

Zurück in Deutschland. Vor der Asklepios-Klinik in Hamburg St. Georg sind mehr als tausend Beschäftigte und Patienten versammelt. Sie protestieren dagegen, dass der private Eigner weitere Bereiche der Klinik auslagern will mit dem Ziel, 20 Mio. € Personalkosten im Jahr zu sparen. Denn die ausgelagerten Kollegen fallen nicht unter die Tarifbindung. Unter den Kundgebungsteilnehmern entdecken wir Mia Fries. Sie erzählt uns, dass es seit der Privatisierung bei allen Neuverträgen nur noch befristete Arbeitsverträge gibt und die Arbeitszeit auf 42 Stunden ausgeweitet wurde. „Auch die Zahl der Pflegerinnen wurde ausgedünnt und Dienste wie das Putzpersonal ausgelagert. Das ist gesundheitsgefährdend. In Zeiten multiresistenter Krankenhauskeime bleibt den Pflegern, aber auch vielen Ärzten nicht genügend Zeit, alle gesetzlich vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen umzusetzen. Das Stethoskop zum Beispiel wird nur von den wenigsten desinfiziert, wenn es bei einem und dann bei einem anderen Patienten benutzt wird. So werden diese Keime übertragen. Man sagt uns, wir müssten ja nur die Hygienegesetze einhalten, aber mit der Personalsituation ist das einfach nicht möglich. 40.000 Menschen sterben pro Jahr letztlich am Personalmangel.“ Auch in der Presse wird von links bis rechts immer wieder aufs Neue heftig über die Geschäftsgrundlage der privatisierten Kliniken diskutiert.

Asklepios fuhr 2015 in Hamburg auf dem Rücken von PflegerInnen und Patienten so hohe Gewinne ein, dass der Eigentümer Bernhard gr. Broermann zwecks Steuervermeidung das Hamburger Luxushotel Atlantik kaufte.

   

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