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Andere haben es geschafft..

Deutschland, Wustermark: 6.000 Kilometer weiter nördlich hören wir fast denselben Satz: „Ich habe aus meinem Leben nichts gemacht. Ich bin selbst schuld daran.“ Benno sitzt wieder auf dem Bock. Gerade kommt er beim Rossmann Zentrallager in Wustermark bei Berlin an. Nachdem der LKW angedockt hat, beginnt sogleich ein kleines Heer schwarzer Lagerarbeiter mit der Aufschrift „Promota.de“, die Ware zu entladen und auf 24.000 Quadratmeter Lagerfläche zu verstauen. Keiner dieser emsigen „Bienen“ spricht deutsch. Aber da hören wir Hausa, die Hauptsprache im Norden Nigerias und im Süden Nigers. Auf Hausa erfahren wir dann, dass die Lagerarbeiter mit Werkverträgen arbeiten. Hier und vor allem auch in Berliner Rossmann-Filialen. Regale aus- und einräumen sei ihr Job, immer nachts, tags werden sie von Promota in eine von der Firma gestellte Unterkunft gebracht. Als Neuer habe man ein 4-Bett-Zimmer. Im Waschbecken dürfe man notdürftig die Wäsche waschen, auf einer selbst angeschafften Herdplatte kochen und ohne Tisch essen. „Offiziell bekommen wir seit kurzem einen Stundenlohn von 8,50€. Aber alle angeblichen Kosten der Firma werden abgezogen, 150-250€ für das Zimmer, die Kosten des Transports, die Stellung der Firmenklamotten. So bleiben kaum mehr als 5€ pro Stunde. Aber es sind doch etwa 500€ am Monatsende mehr als bei ähnlicher Arbeit in Nigeria“, erzählt Coulibaly Yahyah aus Gombe im Osten Nigerias. So könne er wenigstens jeden Monat einige hundert Dollar nach Nigeria schicken. Es ist jetzt schon seine fünfte Stelle. Alle drei Monate wird er woanders hin verliehen. „Immer fremde Leute, immer fremde Firmen, fremde Regeln. Aber die Hauptsache ist, die zuhause glauben, dass es mir gut geht.“

   

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