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Rundbrief April 2020 - Wenn das Hamsterrad sich nicht immer schneller dreht

Der Film „Der marktgerechte Mensch“ kann zwar nicht mehr in physischen Filmveranstaltungen aufgeführt werden. Aber durch die Covid-19 Pandemie ist er in vieler Hinsicht noch aktueller geworden.

Immer öfter hören wir, die Pandemie wirke innovativ. Die Eltern sitzen am Küchentisch im Homeoffice, die Kinder üben mit Laptop die digitale Schule. Juhu in der Zukunft angekommen! Alle isoliert in ihre vier Wänden. Der im Film beschworene „Face to Face - Kontakt“ bleibt eine vage Hoffnung für die Zukunft. Die aktuelle Ansage des Anrufbeantworters eines Psychologen: „Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Sie mit dem Schrank, dem Tisch oder Bett sprechen. Erst wenn die Ihnen antworten, sollten Sie mich anrufen

Gerade die Menschen in der „News Economy sind in dieser Krise oft die Hauptleidtragenden. “Freelancer, Praktikanten, Minijobler, Menschen wiederholt befristeter Arbeit, in Werkverträgen und Leiharbeit bekommen kein Kurzarbeitergeld. Viele, wenn nicht gar die meisten von Ihnen sind im Moment ohne Einkommen, einer weitgehend unsicheren Zukunft ausgesetzt. Die Unterstützungs-hilfen für Selbstständige sind für einige eine gute Überbrückung. Aber wenn die Wirtschaftskrise – wie zu erwarten – länger dauert, werden sich die verzweifelten Versuche, das Überleben zu sichern, inflationär ausbreiten.

Wer in dieser Gesellschaft des Individualismus erfahren musste, dass sie/er sich nur behaupten kann im Kampf „jede*r gegen jede*n“, bekommt es mit der Angst, wenn mit der Pandemie alles unsicher wird. Da schlägt schon mal gerne der rücksichtslose Egoismus zu, wenn in Hamsterkäufen tonnenweise Nahrungsmittel, Klopapier und Desinfektionsmittel gehortet werden. Da werden auch mal Schutzmaske und Ähnliches geklaut. Diese Hemmungslosigkeit auf Kosten anderer überschreitet die Grenze des bisher Vorstellbaren.

Doch wen wundert’s, unsere Gesellschaft gerät ja auch in Panik, wenn alles still liegt, Umwelt und Menschen nicht mehr ganz so hemmungslos verwertet werden können, wenn der gefräßige Kapitalismus nicht mehr auf den verkohlten Resten der Zerstörung vergangener Kriege und Krisen wachsen kann und das Hamsterrad nicht immer schneller dreht. Und noch eines wird deutlich: Wer so weit ist, dass sie/er immer mehr ums blanke Überleben kämpfen muss, hat meist auch keine Kraft für Solidarität und den gemeinsamen Kampf.

Zum Glück hat sich in dieser Krise aber auch gezeigt, dass es genügend andere Menschen gibt, die der gesellschaftlichen Tendenz des Fressens oder gefressen werden tapfer widerstehen. Solidarisch Einkaufen, Obdachlose versorgen, Buchläden und Lieblingsrestaurants mit Bestellungen retten, auch wenn das der Luxus noch nicht Gebrochener ist.

Trotz Versammlungsverbot und Isolation: Wir haben keine Alternative, als sich Mut zu machen, sich einzumischen und zusammenzuschließen. Ein anderes Leben ist möglich!

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